Wenn euch eure Zielgruppe nicht versteht…..

Hi zusammen

Es wird mal wieder Zeit für einen Blogeintrag. 

Heute geht es um ein Thema, welches ich demnächst via Video behandeln werde. 

Für FOTO TV drehe ich dieses Jahr noch einige Filme. 

Doch zunächst möchte ich das Thema auf meinem Blog verewigen. 

Es geht um das Thema Zielgruppe. Deine Zielgruppe!


ZIELGRUPPE
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du dir über deine Zielgruppe noch nicht richtig Gedanken gemacht hast. Die wenigsten überlegen, wen sie eigentlich erreichen möchten. Denn wenn man seine Zielgruppe kennt, muss man sich viel Kritik nicht so stark zu Herzen nehmen. 

Nehmen wir doch jetzt einfach mal eine Anmerkung, welche ich vor einiger Zeit auf meinem Blog bekam. 

kommentar

Nach so einem Feedback sollte ich mich sicherlich mies fühlen, oder? Das wünscht sich sicherlich der "Hombre", doch eigentlich passiert genau das Gegenteil. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hombre nicht zu dem Personenkreis gehört, der mich für ein Shooting buchen würde.

Daher beschäftige ich mich damit nicht weiter und konzentriere mich auf die Zielgruppe.
Meistens reden die Leute schlecht über euch, welche sowie so nicht in euch investiert hätten.


SEI EIN JÄGER
Ein guter Jäger geht sicherlich nicht in den Wald, schießt von seinem Hochsitz irgendwohin und hofft, dass ein Tier in seine Kugeln läuft.
Ein Jäger beschäftigt sich im Vorfeld mit seiner Zielgruppe und überlegt wo er diese findet. Und da gehört dann sicherlich auch mal Geduld dazu. 

Wie sieht das bei dir aus? Willst du jeden erreichen? Es allen Recht machen? Oder bist du fokusiert auf einen ganz bestimmten Personenkreis? Denke mal in Ruhe darüber nach!


WENN DICH DEINE ZIELGRUPPE NICHT VERSTEHT
Bei der Karrierebibel habe ich mal einen tollen Spruch gelesen.
Es gibt Menschen, die verstehen deinen Weg nicht. Müssen sie auch nicht, es ist ja nicht ihrer. 

Bildschirmfoto 2015-01-28 um 23.30.35

Das kann man eigentlich auch sehr gut auf die Zielgruppe übertragen. Hier möchte ich ein Zitat von Markus Kutter platzieren. 

"Wenn uns die Zielgruppe nicht versteht, ist es nicht unsere Zielgruppe". 


FÜNF TIPPS ZUM THEMA ZIELGRUPPE

  1. Versuche dir eine Person vorzustellen, welche perfekt in deine Wunsch-Zielgruppe passt. Gib ihr einen Namen und frage dich welchen Beruf diese Person hat. Wie alt ist sie und welche Hobbys hat diese Person? Wenn du das alles festgelegt hast, dann achtest du zukünftig darauf, dass du dich auf solche Personen besondern konzentrierst. 
  2. Bei einer Auftragsarbeit ist der Kunde nicht immer die Zielgruppe, für die du fotografierst. Denke einen Schritt weiter und frage dich für wen die Bilder wirklich sind. Jemand der Bewerbungsbilder möchte ist zwar dein Kunde, aber die Bilder sind eigentlich für den möglichen Arbeitgeber deines Kunden. 
  3. Wenn du Werbung schaltest, dann immer nach Zielgruppe. Gerade auf Facebook solltest du nicht in Menschen investieren, welche dich eh nicht buchen. Wenn du deine Werbung in Printmedien platzieren willst, lass dir vorher die Zielgruppe des Magazines nennen. 
  4. Sei mutig und auf keinen Fall zu billig. Deine Zielgruppe ist bereit in dich zu investieren. Wer nicht investieren möchte und schlecht über dich reden könnte, gehört nicht zur Zielgruppe. 
  5. Du solltest etwas Geduld mitbringen und auch mal NEIN sagen können. Bau dir deine Zielgruppe in Ruhe auf und du wirst dafür belohnt werden. 

Zielgruppe

ZIELGRUPPE AUFBAUEN
Nun wäre da noch die Frage wie man seine Zielgruppe aufbaut. Angenommen ich bin Trainer für Bildbearbeitung (nur mal angenommen*g*) und meine Wunsch Zielgruppe sieht wie folgt aus: 
Christian // 23 Jahre // Mediengestalter // kein hohes Einkommen // Hobby Fotografie

Egal was ich nun mache, ich denke an Christian. Würde es ihm gefallen?
Kann er davon profitieren? Ist es für ihn interessant?
Ich poste dir nun ein paar richtige und ein paar falsche Inhalte bezüglich der Zielgruppe. 

  • ich erstelle ein paar kostenlose Tutorials auf Youtube Richtig
  • ich führe meine Workshops in SIE Form durch Falsch
  • ein Tagesworkshop kostet 495 Euro Falsch
  • ich gebe kostenlos Tipps in Communitys Richtig
  • ich produziere Videotrainings für ca. 30 bis 40 Euro Richtig

Die Art und Weise wie du kommunizierst, was du anbietest und was deine Produkte kosten, ist entscheidend darüber welche Zielgruppe du aufbaust. Denk einfach immer an Christian und ärgere dich nicht wenn ein Manfred eine andere Meinung hat. Höre sie dir an und entscheide dann, wie du sie werten möchtest. Evtl. hat ein Manfred die gleiche Zielgruppe wie du und kennt sich aus. 


FAZIT
Ich will mit diesem Blogeintrag verdeutlichen wie wichtig die richtige Zielgruppe ist. Lass es mich wissen wenn du denkst, dass ich mit dem ein oder anderen Punkt falsch liege. Evtl. hast du ja auch einen tollen Vorschlag oder eine Lektüre, welche du empfehlen kannst. 

Poste nun gerne ob du deine Zielgruppe schon definiert hast. Hat dich mein Blogeintrag zum Nachdenken angeregt? Ich freu mich über dein Feedback!

In diesem Sinne…

lg Calvin
https://www.calvinhollywood-store.com

14 Kommentare

  1. Jana

    Eine Frage, die mich derzeit sehr beschäftigt. Dein Credo ist ja auch, dass man besser das machen soll, was man wirklich möchte anstatt etwas, das man nur halbherzig macht und eigentlich gar nicht das eigene Ding ist. Was wenn ich nun befürchte, dass es meine Zielgruppe in meiner Stadt aus diversen Gründen nicht in ausreichender Menge gibt? Umziehen? Sich an die Kundenwünsche anpassen? Sich eine neue Zielgruppe aussuchen und womöglich langweiligen Kram machen? Schwierige Frage…

    Antworten
    • oliverdfotografie.de

      Das ist die Frage aller Fragen… Wenn ich in einem 1000 Seelendorf wohne und ich gerne Akt fotografiere aber der Altersdurchschnitt 67 beträgt. Fail ! Entweder umziehen (oder zu. Mehrere km in Kauf nehmen) oder Oma beim Tekränzchen fotografieren…

      Antworten
  2. Sai Siniq

    Ein bemerkenswert guter Blogbeitrag – aus meiner Sicht der beste dieses Jahr bisher 🙂
    @Jana: Befürchtest du das oder weißt du das? Analysier das doch mal. Wenn es tatsächlich so ist, hast du ja bereits einige Lösungsmöglichkeiten genannt…
    LG
    Sai

    Antworten
    • Jana

      @Sai: in der Tat analysiere ich das gerade. Es ist ja sowas mit der „Wunsch“-Zielgruppe… und nicht alles im Business ist ein Wunschkonzert. Und alles keine neue Problemstellung, klar. Alte Hüte. Lösungsmöglichkeiten entwickle ich parallel, das Problem ist, dass sie mir einfach noch nicht so richtig gefallen wollen 😉 deswegen gebe ich hier mal meinen Senf zum Besten 😀
      Ich glaube aber wirklich, dass sich viele über ihre Zielgruppe keine oder zu wenige Gedanken machen, daher auch von mir ein „like“ für diesen Blogeintrag! 🙂
      LG
      Jana

      Antworten
  3. Phil

    Sehr schön, auf den Punkt.

    Antworten
  4. Sarah

    Schön geschrieben! Falls du es noch nicht kennst, könnte dich das folgende Buch interessieren: „Das große 1×1 der Erfolgsstrategie: EKS – Erfolg durch Spezialisierung“ von „Friedrich, Malik, Seiwert“.

    Antworten
  5. Ark

    HI calvin ,
    wirklich schön geschrieben und habe davon wieder eine Menge gelernt und ja ich darf mich outen als eine Art Christian , das alter stimmt sogar fast . Ich habe auch die DVD gekauft 9 Stück bisher in allen Bereichen und eben die youtube Videos angeschaut 🙂
    Ich finde die Idee mit dem Vorstellen ja schon Klasse,das werde ich sofort umsetzen und mal sehen wie mein Kandidat heist 😀
    Liebe Grüße Ark

    Antworten
  6. Jürgen Schnick

    Hallo Calvin,
    ich finde es Klasse, dass Du auch mal über das Thema „Idealer Kunde“ schreibst. Ich vermittele meinen Kunden seit Jahren, wie wichtig es ist, den eigenen „perfekten Kunden“ zu kennen. Meiner meinung nach sollte man den nicht nur gut kennen, sondern sich praktisch ein richtiges Bild von dem machen, eine Art Avatar von dem herstellen. Dann bekommt der (wie bei Dir) einen Namen, hat ein bestimmtes Alter (nicht „zwischen 30 und 60“, sondern 34 Jahre alt), einen Beruf, Kinder (oder auch nicht), ist angestellt oder selbstständig, hat bestimmte Hobbies, Vorlieben und Abneigungen usw. usw. Am Ende hat man ein komplettes Bild von seinem Kunden-Avatar und kann sich richtig persönlich mit dem unterhalten. Das hört sich ein bisschen nach Hokuspokus an, funktioniert aber nachgewiesen ganz hervorragend – man muss es nur tun.
    Danke für diesen sehr guten Anstoß dazu!
    Viele Grüße
    Jürgen Schnick

    Antworten
  7. Christian Denzau

    Danke für den guten Blogeintrag.Dieses Problem habe ich zur Zeit auch, dass ich in der total falschen Zielgruppe unterwegs bin und die meisten meine Bilder nicht verstehen! Super!

    Antworten
  8. bacoo-pix

    Hallo zusammen…
    Ja, Zielgruppenbestimmung…seine Geschäftsidee finden…definieren. Absolut ein richtiger Anstoß, mit dem was du schreibst, Calvin.
    Da ich einem Vollzeitnebenjob ( 😉 ) nachgehe, der sooo schlecht nicht ist und sogar Spaß macht, ist die Zielgruppenbestimmung für mich ein Luxusproblem, welches ich in aller Ruhe angehen kann, weil ich mich in meiner beruflichen Situation nicht unwohl fühle. Aber ich bin auch an dem Punkt angelangt, an dem ich mir langsam einen Fahrplan für etwaige Auftragsshoots in der Zukunft mache.
    Ich muss gerade auch an das hier denken, wenn es um die Beziehung Dienstleister/Kunde geht:
    – der ungünstigste Fall -> der Kunde ist König
    – der günstigste Fall -> der Kunde ist Partner
    – der allergünstigste Fall -> der Kunde ist Fan
    Soweit…LG
    bacoo

    Antworten
    • Stefan Schreier

      Hi Calvin,
      um ehrlich zu sein, verstehe ich diesen Beef hier nicht. Hombre scheint offenkundig ein Sinn für Marketing zu fehlen, sonst würde er wissen, dass es einfach sinnvoll ist, ein spitzes Profil zu haben und sich eben ein paar wenigen charakteristischen Stilen zu verschreiben, für die man gebucht werden will. Was nützt es denn, wenn man immer und immer wieder alles macht und ausprobiert, aber nichts richtig gut kann. Wie viele Fotografen gibt es in Deutschland und darüber hinaus, die sich am Anfang ihrer Karriere sagen „Oh, ich muss so viel anbieten, wie möglich, um so viele Aufträge wie möglich zu bekommen“, dann aber in der Tretmühle gefangen sind und sich nicht mehr (trauen, sich zu) spezialisieren und in einem Bereich versuchen, die größtmögliche Expertise zu erlangen. Dann kommen die Spezialisten und der Fotograf, der alles nur ein bisschen kann, wird in sämtlichen Bereichen den Kürzeren ziehen. Das ist soweit meine Meinung.
      Was das „Calvins Fanbase sagt ja und amen“ angeht: Manchmal erstellst Du auch Bilder, wo ich denke „Boah, nicht schon wieder, ich kanns nicht mehr sehen!“ 😀
      Aber das ist doch egal. Es ist doch deine Entscheidung, so ein Bild zu erstellen und meine Meinung. Dann betrachte ich andere Fotos von anderen Fotografen und dann haut der Calvin schneller als gedacht wieder ein Bild raus, das mir die Schuhe auszieht.
      Man sollte einfach ein bisschen mehr denken, gesunden Menschenverstand walten lassen und etwas mehr Respekt haben, bevor man hier in Tiraden ausbricht und seine Lebenszeit opfert, die man besser hätte nutzen können.
      Liebe Grüße und einen schönen Abend in die Runde,
      Stefan

      Antworten
      • Stef

        Ups, jetzt hab ich auf Bacoos Kommentar geantwortet .. naja was solls. 🙂

        Antworten
  9. 黒

    Die Zielgruppe im Auge zu behalten ist wirklich wichtig.
    Darüber kann man gar nicht genug schreiben.
    Zu dem von dir erwähnten Blogbkommentar „Langweilig“ möchtig ich folgendes Anmerken:
    Klar, der wird kein Kunde von dir werden. Aber es kann auch Sinn machen Leser anzusprechen, die niemals Kunden werden.
    Bei Blogartikeln würde ich den Zielgruppengedanken nicht so eng sehen.
    Ein Blog ist ein Massenmedium und zieht auch unmengen Besucher an. Vielwe werden niemals deine Kunden werden, könnten die Inhalte aber Teilen wenn sie diese gut finden.
    Einige Blogmarketing-Profis meinen deswegen das es sinvoll ist „massentauglich“ zu schreiben und sich nicht zu sehr für die primäre Zielgruppe zu konzentrieren. Denn auf Artikel verlinken können Leser, die nicht in der eng gefassten Zielgruppe sind.
    Das wird u.A. von John Morrow (boostblogtrafic.com) vertreten und ist teilweise auch meine Meinung.
    Beste Grüße

    Antworten
  10. Daniel

    Und wieder lese ich einen interessanten Beitrag von dir. Ich muss mich jetzt mal outen und sagen, dass ich mich zu wenig um meine „Wunsch-Zielgruppe“ bemühe. Doch ein großes Problem für diese Zielgruppe ist ein großer finanzieller Background, den man benötigt, da die Zielgruppe auch finanziell ansprechend ist. Denkst du man sollte sich in diesem Fall erst um sekundäre Zielgruppen bemühen um das Budget für die Wunsch-Zielgruppe sammeln oder doch von Anfang an in diese investieren?
    Beste Grüße
    Daniel

    Antworten

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