Gabor spricht…

Hallo zusammen,

hier ist der Gabor wieder mal.

In dem heutigen Blogeintrag möchte ich euch 

mal einen kleinen Einblick von der Zusammenarbeit

von Calvin und mir geben, wenn wir gemeinsam

an einer PSD Datei arbeiten.

Wie wir vorgehen und was für Regeln wir

dabei haben, möchte ich euch heute erzählen.

 

 
Gemeinsam an einem Projekt arbeiten:

Wenn Calvin und ich mal gemeinsam an einem Projekt arbeiten, das bedeutet das wir gemeinsam an einer PSD Datei hantieren, dann sind wichtige Schritte bei uns sehr entscheidend.

Ihr kennt es ja selber…man arbeitet an einem Bild, probiert da viel rum und experimentiert. Irgendwann kommt man wieder an den Rechner und sagt sich ''Oh…das gefällt mir doch nicht mehr''. Jetzt habt ihr dann leider schon so viel zusammengefasst, das es kaum möglich ist einzelne Schritte problemlos rückwirkend zu ändern. Genau an dieser Stelle möchte ich auf den ersten wichtigen Punkt kommen. Nicht-destruktives Arbeiten ist eines der wichtigsten Vorgehensweise, das man jederzeit wieder etwas problemlos ändern kann. Es ist fast schon so wichtig wie eine Backup Festplatte die man am Rechner anschließen sollte.

Jetzt stellt euch mal vor, das zwei Leute abwechselnd an einer PSD Datei arbeiten. Da geht es einfach gar nicht das Ebenen zusammengefasst werden. So ist es bei Calvin und mir. Jeder Schritt muss nachvollziehbar sein und auch zu ändern sein. Nur so funktioniert unsere Zusammenarbeit.

Damit ihr mal einen kleinen Einblick bekommt wie das bei uns aussieht, habe ich mal eine aktuelle PSD Datei als Beispiel.
 

 
1) RAW-Konvertierung und Retusche

Als Calvin die Raw geöffnet hatte, zog er die erst einmal unbearbeitet in Photoshop. Erst darauf gab es eine Kopie von der RAW woran er seine RAW-Konvertierung durchgeführt hatte. In dem Ordner Model sind dann die Retusche-Arbeiten und kleine Korrekturen von der Form. Alle Korrekturen befinden sich in einer Gruppe. Wenn ich diese deaktiviere, dann sehe ich mit einem Schlag was er alles geändert hatte.

 

2) Hintergrund einfügen und Details gewinnen
 

Direkt nachdem Calvin die Frau angepasst hatte, kümmerte er sich um den Hintergrund der eingefügt wurde. Dazu hat er auch wieder eine neue Gruppe erstellt mit dem Kürzel HG. Nachdem der Hintergrund angepasst war hat und der zu 100% safe war hat er alles einmal zusammengefasst damit er auf alles seine Details gewinnen konnte.
   

 
3) Feuer rein malen
 

Nachdem die Datei als PSD abgespeichert wurde war ich dran. Calvin hat auf seinem Schreibtisch einen Ordner mit dem Namen ''In Arbeit''. Dort war auch dieses Bild. Meine Part an dieser Stelle war die Ketten zum glühen zu bekommen und funken rein zu malen. Wie ihr an den Ebenen seht hab ich alles auf leeren Ebenen gemalt. Es sind schon einige Ebenen die nicht benannt sind. Aber im Gegenzug habe ich Gruppen angelegt damit es sortiert ist. Später wenn alles sicher ist das es so bleibt wird die Feuergruppe auf eine Ebene reduziert. Warum? Calvin dreht bei soviel Ebenen voll durch. 
 
 

 4) Lichtstimmung und Bildlook 

Danach war Calvin wieder am Start. Weil was jetzt kommt ist Licht und Bildlook. Das hat er von uns beiden am besten drauf. Calvin hat echt ein brutal gutes und schnelles Gefühl für Farben und Lichtstimmung. Aus diesem Grunde kümmert er sich meistens um diesen Part. Was ihr aber bei den Ebenen feststellen könnt, ist das nichts zusammengefasst ist. Man könnte jederzeit noch alles im Detail ändern.
 
5) Texte und Layout

Schrift und Layout ist wieder mein Part den ich schneller als Calvin kann. Hier war es das Ziel eine Art Kinoposter zu gestalten wo ein sauberes Raster entstehen sollte. Wie ihr seht sind auch hier nur die Texte in einer einzigen Gruppe drinnen.

6) 2080 / Feinschliff

Was ihr hier seht ist die Finale Version. Hier hat Calvin absolut nicht nicht-destruktiv gearbeitet. Der Schluss von einem seiner Werke sieht immer so aus, das er viel probiert und sobald es ihm gefällt, fasst er alles gleich zusammen. Das ist fast schon so das künstlerische, das man im Nachhinein nicht mehr unbedingt genau weiß was man gemacht hatte. 
 

Ein paar kleine Tipps für euch

Zum Schluss möchte ich euch noch drei kurze Tipps geben, die euch mehr Spaß beim photoshoppen geben sollen.

Versucht so oft es geht auf leeren Ebenen zu arbeiten. Glaubt mir…das ist der Hammer. Kopierstempel, selektives schärfen und andere Sachen könnt ihr auch auf einer leeren Ebene machen. Somit spart ihr euch viel Speicherplatz. Man muss echt nicht immer auf eine Ebene zusammenfassen um darauf zu arbeiten. 

Als weiteres solltet ihr versuchen mit Gruppen zu arbeiten. Als mit Gruppen meine ich jetzt nicht, das ihr euere Freunde einladet, damit die zusammen mit euch als eine Gruppe arbeitet. Nein! Gruppen sind dieses Ordner Symbol bei den Ebenen. In so einen Ordner könnt ihr viele Ebenen einpacken und die dann auch schließen. Vorteil ist das ihr einen viel besseren Überblick über euere Datei bekommt und auch mal mit einem Schlag größere Arbeitsschritte mit nur einem Klick ein- und ausblenden könnt.

Und zum Schluss noch eine kleine Sache. Versucht so oft wie es nur geht euere Ebenen und Gruppen zu benennen. Es macht echt Sinn das ganze. Irgendwann verliert ihr selber den Überblick was für Funktionen die einzelnen Ebenen haben. In meinem Beispiel hier habe ich auch einige Ebenen gehabt die nicht benannt waren. Aber die wurden später dann zusammengefasst und dann nur noch ''Feuer'' benannt. Ihr werdet merken das wenn man etwas ordentlicher arbeitet das man mehr Spaß dabei haben wird.

Das war es mal von mir wieder. Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen. Wie immer würden wir uns sehr über eueren Feedback freuen.

 

Leute haut rein! Euer Gabor 🙂

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8 Kommentare

  1. Oliver Syré

    Klasse! Mich wĂĽrde interessieren welchen Filter von Color Efex ihr hier benutzt?
    Schönes Wochenende
    GruĂź
    Oliver

    Antworten
  2. Daniel

    Schöner Einblick in den Workflow.
    Daniel

    Antworten
  3. Sierra

    Hi Gabor,
    genau das ist es was mir immer schwer fällt. Hat sicherlich auch mit mangelnder Erfahrung zu tun. Man sieht sich die besten Tipps & Workflows an um bestimmte Dinge durchzufĂĽhren. Aber diese dann im Gesamtkontext Non Destruktiv durchzufĂĽhren fällt mir oft schwer z.B. wenn ich mittendrin eine „kopmplette“ Ebene benötige um z.B. Bildberechnung durchzufĂĽhren.
    Aber jeder Versuch macht Kluch 🙂
    Danke fĂĽr den Einblick !
    Viele GrĂĽĂźe
    Rainer

    Antworten
  4. Tim Herpers

    Hey Gabor,
    Mal wieder ein Eintrag vom allerfeinsten! Danke!
    Bis dann
    Tim

    Antworten
  5. Hallo2012

    Hintergrund passt nicht
    Schriftzug geht so
    Mfg

    Antworten
  6. Polichronis Moutevelidis

    Unglaublich 🙂 Die Originalaufnahme würde sicherlich nun keinen Photoshopkünstler vom Hocker hauen, aber wenn man dann letztlich sieht, wie ihr aus einem fast unscheinbaren Bild ein Meisterstück macht ist das echt der Hammer !!
    Ich freue mich immer mal einen solchen Einblick zu bekommen, gerade in Bezug auf die Originalaufnahme und das Ergebnis am Ende.
    Cool !!

    Antworten
  7. Marco Schnitzler

    Hallo Gabor,
    gerade bei der Teamarbeit ist natĂĽrlich ein strukturiertes Arbeiten wichtig. Aber auch wenn man nur alleine an einem Bild arbeitet finde ich die Beschreibung von Ebenen und Gruppen wichtig … klar im Augenblick, wo man die Datei erstellt, weiĂź man was man gerade tut (zumindest sollte es so sein), die Sache sieht aber nach ein paar Monaten schon wieder ganz anders aus.
    LG Marco

    Antworten
  8. Corinna

    Schöner Bericht Gabor, gefällt mir gut.
    Interessant zu lesen wie ihr euch so ergänzt.
    Ich muss was Photoshop angeht noch eine Menge lernen.
    LG Corinna

    Antworten

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