Dielheim

Hallo Leute

Der heutige Blogeintrag wird die wenigsten von euch interessieren. 

Ich poste heute (im Schwerpunkt) ausnahmsweise für mich selbst. 

Es geht um den Ort/die Stadt in der ich aufgewachsen bin. 

Wie ihr seht ein sehr privater Post

Anyway…. los geht's…

 

Dielheim
Die Gemeinde Dielheim hat keine 6.000 Einwohner und liegt direkt neben Wiesloch. Dort habe ich meine ersten 20 Jahre verbracht. Vor einigen Tagen war ich dort um einfach mal durch die Gegen zu fahren und Erinnerungen aufzufrischen. Nebenbei habe ich einige Bilder gemacht welche ich heute hier posten möchte. Denn das Internet vergisst nie. 


Elternhaus
Beginnen wir ganz vorne mit meinem Elternhaus. Das war nicht nur riesig sondern wir hatten auch unglaublich viel Fläche und Rasen. Ich hatte ne super Kindheit und mir hat es wirklich an gar nichts gefehlt. Ich habe noch einen kleineren Bruder und zwei jüngere Adobtivschwestern (welche inzwischen auch schon Kinder haben). 


Spielplatz
Das coole war zudem noch das wir direkt neben dem Spielplatz wohnten. Der sieht heute ganz anders aus als früher. 


Hundeplatz
Wir waren auch sehr oft auf dem Hundeplatz. Das lag daran das wir IMMER einen Hund hatten. Die ersten 15 Jahre (bin mir ihm groß geworden) einen Rottweiler und später einen Zwergschnautzer. Der Hundeplatz war früher richtig schön mit großen Tannen und viel grün. Ich war geschockt als ich ihn vor ein paar Tagen sah. 


Kindergarten
An meine Zeit im Kindergarten erinnere ich mich so gut wie gar nicht. Ich weiss von meinen Eltern eigentlich nur das ich ein eher ruhiges Kind war (mit langen blonden Haaren). Anyway… der Kindergarten hat sich gar nicht so viel verändert. 


Frey
In Dielheim gab es nur ein Geschäft das Spielzeug verkauft hat. Und das war Familie Frey. Von der älteren Dame habe ich nach wie vor noch das Gesicht vor Augen. Viele Schulwege führten am Schaufenster vorbei. 


Kirchenbrücke (Kärschebriggl)
Das war glaube ich der unheimlichste Ort in ganz Dielheim. Bei Dunkelheit über die Kirchenbrücke….wow. Die ganzen Bäume sind weg und die Brücke ist neu. Von Horror keine Spur mehr. 


Kirche
Dann war ich noch in der Kirche. Hier hat sich gar nichts verändert. Als Kind bin ich gelegentlich in die Kirche. Je älter ich wurde umso mehr habe ich mich der Kirche abgewandt. Heute trage ich einen Buddha um den Hals. 


Rollhockey
Am Wochenende spielte ich mit meinem Vater und einigen Freunden oft Rollhockey auf dem Parkplatz vom ….. ich habe den Namen vergessen. Heute ist es jedenfalls ein Norma. 


Schule
Ich ging auf die Grund und Hauptschule in Dielheim. Erst später habe ich noch die mittlere Reife gemacht. In der Schule war ich eher durchschnitt und in der Berufsschule total schlecht. Auf alle Fälle war ich immer ein anständiger Schüler. 


Turnverein
Ich war auch einige Jahre im Turnverein. Daran kann ich mich noch erinnern. Zudem hatten wir Zuhause im Garten einen Bachen, ein Reck und einen Balken. Mein Vater war definitiv die sportlichste Person in ganz Dielheim und hat mich überall mitgenommen. 


Fussball
Ich habe zudem ca. 8 Jahre im Verein Fussball gespielt. Sowohl in Dielheim als auch in Wiesloch und Leimen. Mir ging es irgendwann auf den Wecker das Fussball immer aggressiver wurde. Und damit meine ich nicht das Spiel selbst sondern die Personen welche beteiligt waren. Der Sportplatz in Dielheim auf dem ich gespielt habe war nicht wieder zu erkennen. Ein Acker!


Mannaberg
Ich war lange Zeit ein Außenseiter und hatte nur wenige Freunde die zu mir damals passten. CB Funk und sinnloses abhängen sowie lustige Videos drehen war unser Hobby. Oft sind wie auf den Mannaberg in Dielheim gefahren. Ein schöner Platz mit toller Aussicht wo gelegentlich auch kleine Veranstaltungen stattfanden. Diesen Platz gibt's leider nicht mehr. 


Basketball
Als ich 17 Jahre alt war kam mein Vater eines Tages mit einer riesigen Korbanlage, welche eigentlich entsorgt werden sollte. Das war eines der besten Dinge die mir passieren konnte. Ich begann Basketball zu spielen. JEDEN TAG egal ob Schnee lag (dann hatte ich Handschuhe an) oder ob es 40 Grad im Schatten war. Bis vor 4 Jahren habe ich noch aktiv gespielt und mein persönlicher Rekord war 69 Punkte in einem (sehr knappen) Spiel in der Bezirksliga. Die Korbanlage steht heute noch im Hof und es hat sich kaum etwas verändert. 


Grünes Plätzl
Der grüne Platz ist heute rot. Dort habe ich immer Fussball gespielt. Jahre später kam dann auch noch ein Basketballplatz dazu. Ich glaube ich war jeden Tag dort um zu trainieren. 


Dielheim goodbye
Ich war denke ich 22 Jahre als ich von Zuhause auszog (sehr spät was?) und dann zuerst in St.Leon lebte und nun in Oftersheim. Es war super das ich in Dielheim lebte aber auch perfekt das ich dann weggezogen bin. Die meisten meiner Freunde sind ganz gewöhnlichen Berufen nachgegangen. 


Fazit
Dielheim steckt immer noch in mir. Ich möchte nach wie vor nicht in einer Stadt leben, verstecke meinen Dialekt nicht und denke unkompliziert. Ich bin einfach gestrickt und esse nur das was ich kenne. Einige wenige meiner Leute von damals wissen über meine aktuelle Situation Bescheid. Die meisten aber sicherlich nicht. Und diejenigen welche davon erfahren sind meistens absolut überrascht und können es nicht glauben. 

Es ist sehr schade das ich beim Bilder schiessen total schlechtes Wetter hatte. Ich werde die Tour nochmal im Sommer machen und dann schönere Bilder erstellen. Für mich war das ein sehr wichtiger Tag und ich kann euch das geiche nur empfehlen. Es ist Wahnsinn welche Erinnerungen hochkommen. 

In diesem Sinne….

lg Calvin
www.calvinhollywood-store.com

14 Kommentare

  1. Martin

    Hi Calvin,
    in Dielheim hatte ich den besten Gitrarrenunterricht meines Lebens. Da gab’s einen Lehrer, der am Musicians Institute in Hollywood (*g*) studiert hatte. So jemanden in Deutschland Mitte der 90er zu finden war nicht gerade leicht (Das Zeitalter vor dem Internet!), und ausgerechnet in Dielheim hatte ich Glück. War ‘ne ziemlich coole Zeit, aber irgendwann musste ich mir dann doch eingestehen, dass es mit der Musikerkarriere wohl nix mehr wird. Nach ein paar Jahren ohne kreatives Hobby hab ich mir dann eine Kamera gekauft und mir ein paar Photoshop Lehr-DVDs reingezogen, der lange in Dielheim gewohnt hat. Insofern hatte Dielheim also durchaus einen Einfluss auf mein Leben.
    lg
    Martin

    Antworten
  2. Marco Schnitzler

    Hallo Calvin,
    vielen Dank für den recht privaten Einblick in deine frühen Jahre.
    LG Marco

    Antworten
  3. Dirtyminds

    Hi Calvin,
    sowas habe ich letztens auch gemacht. Es ist manchmal einfach erschreckend, was sich alles ändert und man denkt einfach: “Das kann doch nicht sein.”
    Aber meistens dominieren die positiven Erinnerungen an die Kindheit und Jugend.
    Denk immer dran:
    HEUTE IST DIE GUTE ALTE ZEIT VON MORGEN!!
    LG Michael

    Antworten
  4. Christian Rohweder

    Wenn ich im Sommer mit dem Motorrad unterwegs bin, dann fahre ich ab und an auch in meiner Heimatstadt vorbei und schaue was sich alles verändert hat. Suche Punkte die damals für mich wichtig waren, die es heute teilweise gar nicht mehr gibt. Manchmal ist es auch erschreckend was sich verändert hat, bei manchen Dingen ist es aber auch toll.
    Ich denke ich werde dieses Jahr auch mal eine Fotostrecke dazu machen. Denn eine Knipse passt immer aufs Motorrad 😉

    Antworten
  5. Rich

    ein großer Spaß für die Kinder später zu sehen, wo und wie Dad verbrachte seine Jugend … gute Idee …

    Antworten
  6. Luca

    Coole Aktion. Ich bin (wie erwähnt) erst 15, aber so eine Tour merke ich mir schonmal. Ich bin jetzt schon gespannt wie mein Dorf “Brake” (Stadtteil von Bielefeld) in 15 Jahren aussieht und welche Erinnerungen ich dann noch so habe.
    Ich denke mal ich werde hier nicht wohnen bleiben…
    Viele Grüße
    Luca
    PS: Mit 22 ausziehen ist aber noch in Ordnung denke ich 😉

    Antworten
  7. Enziano

    Servus Calvin,hallo liebe Blogleser
    schön wenn sich der Mensch wo er aufgewachsen ist noch so tolle posetive
    Erinnerungen hat,besonders alle Achtung
    wenn man seinen Heimatort DIELHEIM und
    sein früheres Zuhause nicht vergißt.
    Super Bilder schöne Berichte.
    Grüße an alle.

    Antworten
  8. Sandra

    Hi Calvin,
    ich hab was ähnliches auch vor zwei Jahren gemacht, nur so für mich…war echt ne tolle Er”fahrung” (im wahrsten Sinne des Wortes) – bin nämlich sehr oft umgezogen 😉
    Hab mal alle Wohnorte abgeklappert, aber es war eine schöne Motorradtour, bei tollem Wetter…
    viele Grüße Sandra

    Antworten
  9. Marc Wiegelmann

    HEY Calvin 🙂
    wusste nicht dass du aus “Diele” kummscht 😀 bin früher viel in Rauenberg rum gehangen und in der ganzen Gegend da mit dem Moped rum gedüst…von daher kenn ich das ganz gut! Find ich cool. Wusste nicht dass es den Mannaberg nicht mehr gibt – krass!
    Netter Post mal wieder – auch wenn es was anderes ist 🙂
    Grüße nach Oftersche aus Monnem.
    Marc

    Antworten
  10. Michael P.

    Hey Calvin,
    schöne Einblicke…Danke.
    Hat Spaß gemacht, dir auf deiner Tour zu folgen.
    Lg Michael

    Antworten
  11. uniqueDns

    Nabend Calvin,
    wirklich schöne Eindrücke und Erinnerungen, da möchte man direkt selbst sein Elternhaus besuchen und die Gegend aus der man kommt.
    Der Ort ist ganz nach meinem Geschmack, da würde ich mich auch wohlfühlen – bin ebenfalls kein Stadtmensch.
    LG und einen schönen Sonntagabend noch,
    Dennis

    Antworten
  12. Oliver S.

    Da fällt mir immer der Song ein..
    ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nie richtig weg….
    Da kommen ganz schön Emotionen hoch.
    Und man erfährt wieder etwas über sich selbst.
    LG
    Oli

    Antworten
  13. Marco Bohnenkamp

    Hi,
    ich finde solche Posts auch immer wieder interessant! Danke dafür und sicherlich auch eine interessante Anregung, selbst einmal auf alten Pfaden zu wandeln. Da ich auch einige male umgezogen bin.
    LG
    Marco

    Antworten

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