Die 10 häufigsten Fehler der Berufsfotografen!

Hallo zusammen

Freut mich, dass du dich für meinen heutigen Blogeintrag interessierst. 

Ich werde dir heute die 10 häufigsten Fehler nennen, die Berufsfotografen meiner Meinung nach machen. 

Natürlich handelt es sich hierbei um meine persönliche Erfahrung. 

Ich bin gespannt wie du darüber denkst. 

Viel Spaß


BERUFSFOTOGRAFEN
Oje, der Calvin schiesst gegen die Berufsfotografen. 
Natürlich NICHT. Ich bin ja selbst ein Berufsfotograf. Wenn man es genau nimmt, gebe ich mit dem heutigen Blogeintrag vielen Berufsfotografen ein paar wertvolle Tipps. 


DAS PROBLEM DES BERUFSFOTOGRAFEN
Ich unterrichte sehr oft für Berufsfotografen, Verbände, Handwerkskammern usw. Da habe ich in den Pausen natürlich auch meine Lauscher auf und bekomme die Probleme der Berufsfotografen mit. Nein, es geht jetzt nicht darum, dass die Hobbyfotografen den Markt kaputt machen. 

Es geht viel eher darum, dass der Berufsfotograf….

  • viel weiß (weil er meistens schon viel Erfahrung hat)
  • viel arbeitet
  • viel Ausgaben hat (Material, Steuern usw.)
  • aber dafür meistens zu wenig Zeit hat 

Und genau diese Probleme sorgen oft dafür, dass die Berufsfotografen entscheidende Fehler machen.
Und jetzt wird es richtig wild… viele Fotografen sind sich dessen sogar bewusst!!!!!

Fotograf_sein

DIE 10 HÄUFIGSTEN FEHLER DER BERUFSFOTOGRAFEN
Nun will ich ich auf den Punkt kommen. Ich werde dir jetzt die 10 häufigsten Fehler nennen, welche die Berufsfotografen meiner Meinung nach machen. Die Reihenfolge hat keine Aussage darüber, welche Fehler am häufigsten gemacht werden. 


Fehler Nummer 01 – Ich weiß schon alles
Ich habe jetzt weniger die Erfahrung gemacht, dass Berufsfotografen so einen Satz über ihre Lippen bringen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die meisten Berufsfotografen der Meinung sind alles zu wissen, was sie für ihren Beruf brauchen. Und da liegen sie ja gar nicht mal so falsch. 

Aber woher sollen sie wissen, ob sie es wissen, wenn sie es nicht kennen? (Hä?).
Naja, es gibt noch so viel zu lernen was einem selbst oft gar nicht bewusst ist. Und man will doch nicht nur das Können was man braucht, sondern auch das Können was einen weiterbringt und von der Masse abhebt

Der Hobbyknipser weiß, dass er nicht viel weiß. Daher lernt er! Der Berufsfotograf weiß das er viel weiß. Er bildet sich daher oft nicht weiter und übt nicht mehr! Schade! 

"Amateure üben so lange bis sie etwas richtig machen. Profis sollten so lange üben bis sie es nicht mehr falsch machen können".

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Fehler Nummer 02 – Ich habe keine Zeit
Der Berufsfotograf würde gerne so viel machen, doch leider fehlt ihm die Zeit. Er muss ja schliesslich Geld verdienen. Kennt ihr die Geschichte vom Holzfäller? 

Ein Holzfäller sägt jeden Tag (von morgens bis Abends) Bäume. Ein Spaziergänger bemerkt wie er täglich weniger Bäume fällt und fragt ihn, ob er nicht mal das Sägeblatt wechseln möchte?! Der Holzfäller antwortet: "Ich habe leider keine Zeit, ich muss Bäume fällen". 


Fehler Nummer 03 – Ich arbeite nicht kostenlos
Warum sollte ein Berufsfotograf kostenlos arbeiten? Immerhin muss er von seinem Verdienst leben und seine Familie versorgen. Was auf der Strecke bleibt ist oft die Kreativität.

Wie gerne würde man mal wieder für sich selbst fotografieren? So hat es doch vor Jahren auch begonnen. Diese Leidenschaft mit der Kamera verschiedene Themen und Ideen umzusetzen. Das Feuer brannte förmlich!!! 

Freunde, macht auch mal einen Tag Pause vom Beruf und fotografiert genau das worauf ihr verdammt nochmal Bock habt. Selbst wenn du dafür nicht mit Geld, sondern "nur" mit Freude und Leidenschaft bezahlt wirst. 

"Folge deinem Herzen, nicht dem Geld"


Fehler Nummer 04 – Ich muss den Job machen
Wer hat schon den Luxus sich den Job auszusuchen? Ich brauch das Geld und daher muss ich den Job annehmen. Eigentlich will ich Peoplefotograf sein, aber zur Not fotogarfiere ich auch mal Handtaschen. Und da ich die wahrscheinlich sogar gut fotografiere, kommt auch schon bald die nächste Anfrage über Handtaschen. 

Ich habe vor vielen Jahren den Tipp bekommen zu Aufträgen, die mir kein Spaß machen, Nein zu sagen. So eine Absage kann sehr sehr entscheidend für die Zukunft sein. Überlege dir bei der nächsten Anfrage also ganz genau, ob du den Job wirklich machen willst. 


Fehler Nummer 05 – Der Kunde ist König
Für mich ist dieser Satz in der Fotobranche ein Schlag in die Fresse eines jeden Fotografen. Wenn der Kunde König ist, was sind dann wir? Kaiser! Weder noch…. Der Kunde ist ein Geschäftspartner.

Als Kunde will ich doch von der Erfahrung eines Fotografen profitieren und keinen Sklaven der genau das macht was ich ihm sage. (Ok, es gibt sicher auch Ausnahmen). Der eine gibt Geld und der andere Leistung. Da gibt es keinen König!!!! 

Ich finde es zum Teil erschreckend, wie viele Berufsfotografen ihren Mund nicht aufbekommen und den Kunden die dämlichsten Entscheidungen treffen lassen. Ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht, wenn ich meinem Kunde erkläre warum das gewünsche Bild nicht wirkt. Fotografiert er jeden Tag oder ich? 

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Fehler Nummer 06 – Ich bin zu teuer
Es gibt da einen Fotografen, der ist viel günstiger als ich. Ich muss meine Preis etwas reduzieren, sonst habe ich überhaupt keine Chance mehr einen Job zu bekommen. Vor einigen Jahren habe ich folgende Geschichte gelesen: 

Ein Juwelier hatte sein Schaufenster gereinigt und dabei aus Versehen die Schilder von zwei Ringen vertauscht. Leider hatte er dies nicht bemerkt. Ein Kunde wählte einen der Ringe für seine Frau. Der Ring kostete 999 Euro! 

Als der Kunde zum Juwelier ging und den Ring kaufen wollte, hat sich der Juwelier entschuldigt und ihm mitgeteilt, dass der Ring nur 99 Euro kostet. Wow, so viel Ehrlichkeit. Das sollte den Kunden glücklich machen. Der Kunde antwortete: "Ui, einen so billigen Ring möchte ich meiner Frau nicht schenken". 

Ich denke nicht, dass ich dazu noch etwas schreiben muss. Dürfte klar sein was ich meine, oder? 


Fehler Nummer 07 – Ich habe da mal so ein Paket
Eigentlich habe ich nicht nur ein Paket, sondern 7 Preispakete zur Auswahl. Das sollte doch genug sein um Sie zu verwirren, lieber Kunde. Aber es klingt schon cool. Standart, Premium, Superpremuim, Deluxe, Exclusiv, VIP usw. 

Drei Pakete sind für mich in Ordnung. Vor allem weil es da auch einige psychologische Tricks gibt. Aber wir sollten echt versuchen es einfach zu halten. Wenn jemand zu dir kommt, dann möchte er dich als Fotograf (sonst wäre er ja nicht gekommen). Mach es ihm doch nicht so schwer und kompliziert in deine Leistung zu investieren. 


Fehler Nummer 08 – Meine Bilder sind hochwertig 
Ein Zitat, welches ich sehr oft nutze ist "Wer in den Baumarkt geht und einen Bohrer kauft, will keinen Bohrer sondern Löcher". Wer zum Fotografen geht will keine Bilder sondern Erinnerungen (Hochzeit), einen Job (Bewerbungsfotos), Anerkennung (Bilder für Netzwerke) usw. 

Warum also wird so oft erwähnt mit welch professioneller Ausrüstung man fotografiert, wie hochwertig das Material der Prints ist und wie neu das Fotoalbum aus Leder riecht. Argumentiert endlich vernünftig!


Fehler Nummer 09 – Der … ist schuld
Es liegt in der Natur des Menschen Ausreden zu suchen. Davon will ich mich selbst auch nicht frei sprechen. Wir suchen oft Ausreden, damit wir mit Anstand faul sein können. Entweder ist der Markt daran schuld oder mal wieder der Hobbyknipser, der es günstiger macht. BULLSHIT!

Wenn du die Schuld abgibst, gibts du Macht ab. Du sagst indirekt, das andere bestimmen ob es bei dir läuft oder nicht. Mach das nicht!!! Du hast nur solange die Macht, wie du dir selbst die Schuld gibts und Verantwortung übernimmst. Dinge verändern sich und du solltest mit der Zeit gehen. Sei kreativ und lass dir etwas einfallen, aber gib nicht anderen die Schuld. 


Fehler Nummer 10 – Ich will so bleiben wie ich bin
Es ist nicht unbedingt das Problem eines Berufsfotografen, sondern eher ein generelles Problem von Leuten die etwas erreicht haben. Es kommt irgendwann der Punkt wo man sich oder sein Business einfach nicht verändern möchte. 

"Es gibt Leute die wollen alles andere ändern, damit sie sich nicht ändern müssen".

Eine Veränderung bei sich selbst oder seinem Unternehmen ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und nicht einfach. Aber glaubt mir, manchmal ist das echt Notwenig. Wartet nicht wie der Frosch im Wasser, welches immer heißer wird. 

 

FAZIT
Ich habe nun ein paar Tage an diesem Post geschrieben und ich habe einen Wunsch an dich. Bitte lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage und bilde dir deine ganz eigene Meinung. Meine kennst du nun und ich bin schon sehr gespannt auf dein Feedback. 

Wenn du diesen Blogeintrag interessant findest, kannst du ihn auch gerne teilen, empfehlen und ihn anderen zeigen. Ich danke dir für deinen Support!

lg Calvin

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