So wichtig finde ich die Schule…

Hallo zusammen

Wie geht es euch? 

Freut mich das ihr wieder hier seid. 

Heute poste ich mal über ein Thema das mir schon länger auf dem Herzen liegt. 

Als mir dann beim Aufräumen des Ateliers, Gabor (mein Assistent) ein Zeugnis in die Hand drückte war für mich klar darüber mal schreiben zu müssen. 

Bitte bedenkt das ich hier einfach meine Meinung poste und jeder seine eigene haben darf. 

Lets go…


Das Schulsystem
Ich will hier nicht zu viel über das Schulsystem schreiben. Das würde zum einen zu lange dauern und zu viele Diskussionen aufwerfen. Ich finde das Schulysystem nicht schlecht, aber auch nicht gut. Ich habe aber einige gute Lehrer kennengelernt die das Beste draus machen. Sie bringen all die Themen mit ein welche man auf dem Lehrplan meistens vermisst. Das sind Themen wie: Verhalten // Kommunikation // Konfliktmanagement // Rhetorik // Menschenkenntnis // usw. Anyway… ich will heute über meine letzten Jahre meiner Schulzeit berichten. 

Calvin der Mediengestalter
Ende 2009 war ich mit meiner aktiven Zeit als Soldat am Ende und konnte zurück ins zivile Leben. Noch 2 Jahre lang war ich zwar offiziell Soldat aber ich konnte im zivilen eine Ausbildung oder Umschulung machen, welche die Bundeswehr bezahlt. Ich habe mich für eine Umschulung zum Mediengestalter in der Agentur meines Freundes Ralf Mack entschlossen. 

In der Agentur war alles sehr entspannt und ich bekam meinen Freiraum. Alle paar Wochen ging es dann für 5 Tage in die Schule und darauf freute ich mich sehr. Nach über 12 Jahren ohne Schule und nach 10 Jahren Ausbilder in der Grundausbildung konnte dieser Seitenwechsel nur spannend werden. Ich habe die Entscheidung getroffen mein "Second Life" als Calvin Hollywood geheim zu halten. Doch bereits am Tag der Anmeldung wurde ich schon erkannt. Ich habe meine zwei Mitschüler bestochen und so haben sie nicht verraten was ich mache. Ich wollte einfach nicht haben das jeder weiß das ich nebenbei dreimal so viel verdiene als die meisten Lehrer hauptberuflich. Ich wäre in einer Schublade gelandet. Ich wollte ein ganz normaler Schüler sein. 

Calvin der Schüler
Aus dem ganz normalen Schüler wurde nichts. Ich bin direkt im zweiten Jahr eingestiegen und meine Lehrer rieten mir fleissig zu lernen um das erste Jahr aufzuholen und an gute Noten zu kommen. Mir war von Anfang an klar das ich das Ganze nicht durchziehen würde. Ich konnte mich am 01.01.2012 Selbstständig machen und diese Ausbildung wäre noch bis Mitte 2012 gegangen. Ich brauchte sie nicht (auf dem Papier). Daher war lernen einfach nicht drin. Das hätte mich zu viele Jobs gekostet usw. Das konnte ich den Lehrern aber nicht sagen und so habe ich mich entschlossen so gut wie möglich während dem Unterricht aufzupassen. 

Meine Noten
Viele Fächer waren super interessant und ich hatte viel Spaß. Dann gabe es aber auch Unterrichte wo ich nicht mal 1 % verstand (SQL). Im großen und Ganzen hatte ich viel Spaß. Vor allem als ich ca. 8 Stunden Zeit bekam einen Vortrag zum Thema "JPG oder RAW" vorzubereiten. für den Vortrag bekam ich übrigens eine 1,5. Laut meinem Lehrer wäre es eine 1 geworden wenn nicht zu viel Showtime drin gewesen wäre 🙂 

Im großen und ganzen war ich mit meinen Noten zufrieden. Eine Mitarbeit war in vielen Fächern einfach nicht möglich da ich wirklich 0 Plan hatte. Ich konnte mich einfach nicht motivieren da ich wusste das mir die Noten später nichts bringen würden. Hier mal mein Zeugnis von 2009/2010

2009 2010


Wie wichtig ist die Schule
Ihr lest es schon an meinem Text das ich die Schulzeit nicht wirklich wichtig fand. Das lag aber nur an meiner wirklich sehr speziellen Situation. Jeder der sich nach seiner Schulzeit einen Job suchen muss sollte sich in der Schule den Arsch aufreißen. Sollten die Noten dennoch nicht gut werden darf man sich aber definitiv nicht hängen lassen. Ich behaupte das 80% des Wissens was man ich der Schule lernt nur für die Schule und das Papier ist. Es hat nicht viel mit eurem eigenen Können zu tun! Ihr braucht diese Noten nun mal und daher bleibt keine andere Wahl als sich anzustrengen. 

Schlechte Noten
Viele strengen sich an und haben dennoch schlechte Noten. Was nun? Ich hatte mein Leben lang schlechte Noten und habe meine mittlere Reife mit einer Punktlandung geschafft. Ich war schon immer ein schlechter Schüler. Es gibt übrigens unzählige erfolgreiche Leute die in der Schule stets schlecht waren. Das soll keine Ausrede sein nichts lernen zu müssen, aber einfach mal aufzeigen das keine Welt untergeht wenn ihr in der Schule versagt. Ich hatte in meiner Zwischenprüfung zum Mediengestalter übrigens beim Thema "Freistellen" eine Note 4. Man musste so ein Pferdeemblem freistellen mit absolut klaren und sauberen Konturen. Einfacher ging es gar nicht. Ich hätte den Typen der mir die Note gab gerne mal zu nem Workshop eingeladen 🙂

Ende der Schulzeit
Ich hatte irgendwann keine Lust mehr auf die Ausbildung und habe bei der Bundeswehr den Antrag gestellt mich früher gehen zu lassen. Der ging Ende 2010 innerhalb von zwei Wochen durch und ich bekam grünes Licht. Auf dem Weg in die Agentur bekam ich morgens einen Anruf meines Hauptmanns der mir mitteilte das ich mich in zwei Wochen Selbstständig machen kann. Mit einem breitem Grinsen ging ich in die Agentur und sagte Ralf "ICH KÜNDIGE". 

Ralf war nicht nur mein Chef sondern auch ein Freund. Vom dem her lachte er nur, gratulierte mir und freut sich sehr. Er gab mir Urlaub und am Mittag war ich schon Zuhause und traf meine Vorbereitungen für meine Zukunft. In der Zwischenzeit kannte mich übrigens auch schon der ein oder andere Lehrer in der Schule (da hat wohl jemand nicht dicht gehalten). Somit haben genau diese Lehrer auch meine Entscheidung verstanden. Ich war übrigensletztes Jahr in der Schule um einen Workshop für die Agenturchefs der Schüler zu halten. Einige Lehrer haben da ganz große Augen gemacht als sie mich wieder sahen *g*

Fazit
Obwohl ich immer ein mieser Schüler war habe ich es geschafft zu einem der besten meiner Branche (Photoshoptrainer) zu werden. Der Grund liegt nicht darin das ich cooler oder besser als andere bin. Ich war meistens nur fleissiger und habe mehr gelernt als andere (auch wenns nicht in der Schule war). Während andere auf dem Flur Saufpartys machten oder im Manschaftsheim Frauengeschichten erzählten, lag ich schon im Bett meiner Stube und habe gelernt. Das kann jeder meiner Exkameraden bestätigen. Lernt und studiert so oft ihr könnt, auch wenns nicht in der Schule ist. Arbeitet an euch und verbratet nicht so viel Zeit damit unnützes Zeug zu machen das euch eh nicht weiter bringt. Nehmt meine schulische Leistung bitte nicht als Vorbild, nicht jeder hat später das Glück das ich hatte. 

Falls ihr Fragen habt könnt ihr diese gerne hier stellen. Danke das ihr den Text gelesen habt. 

P.S
Sollte hier ein Exkamerad oder Exschüler mitlesen bitte ich darum mir eine Nachricht zu schreiben. Ich freu mich über alte Kontakte

In diesem Sinne…

lg Calvin
https://​www.weischeslischt.de

 


 

 


 

 

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