Fördy spricht über die Photokina

Hallo Leute,

hier ist mal wieder der Fördy. Ich habe ja bereits schon auf

meiner Facebook Seite hier und hier über die Photokina berichtet.

Nun möchte ich auch auf Calvins Blog von meinen Eindrücken

erzählen, jedoch dieses mal mehr in Bezug auf Fotografie und

weniger in Bezug auf Videografie/Film.

Viel Spaß 🙂

 

 

Photokina – anfassen erlaubt

Schön ist, dass man auf der Photokina fast alles ausprobieren kann. Stative bei Manfrotto nach Belieben aus- und einfahren, ein Wohnzimmer-Set mit Models bei Blackmagic filmen, den beliebten Phantom Quadrokopter bei DJI probefliegen, uvw. Klar, man bekommt keine Hasselblad in die Hand gedrückt, um damit ein bisschen zu knipsen. Aber die neue 7D Mark II, eine Leica M oder das eine oder andere Zeiss Objektiv kann man schon ausprobieren. Und das habe ich auch getan und dabei folgende Erfahrungen gesammelt.

 

Canon EOS 7D Mark II

Die 7D Mark II ist der Nachfolger des inzwischen 5 Jahre alten Top-Models im APS-C Bereich von Canon. Das wurde auch langsam Zeit, schließlich hat man mit der 70D schon seit über einem Jahr ein sehr gutes Modell mit Crop-Sensor am Start. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich am Gehäuse der 7DII kaum etwas verändert – umso mehr hat sich im Inneren getan. Der Sensor ist nun auf 20,2 MP in der Auflösung gewachsen und deutlich rauschärmer im High-ISO Bereich (war auch bitter nötig). Mit 10 Bildern die Sekunde im Dauerfeuermodus und dem neuen, schnellen Autofokus ist die Kamera auch gerade für Sportfotografen sehr interessant! Der Punkt ist nämlich folgender: mit dem Erscheinen der 1Dx und dem Aussterben des APS-H Sensors mit 1,3er Crop Faktor müssen viele Sportfografen auf längere Brennweiten umsteigen. Beispielsweise entspricht ein 300mm Objektiv an der 1Dx, also Vollformat, dann nämlich nicht mehr dem Bildausschnitt eines 390mm Objektivs, sondern eben nur noch 300mm. Da ist der Kauf eines 400mm Objektivs als Ausgleich dann durchaus interessant. Mit der 7D Mark II jedoch kann man 300mm zu quasi 480mm Bildausschnitt bei 20,1 MP machen. Und die 12 B/s in RAW der 1Dx sind dann nicht entscheidend schneller als die 10 B/s der 7DII.

Zu weiteren technischen Daten und vor allem den Möglichkeiten im Video Bereich habe ich ja bereits in diesem Post ausführlich berichtet.

 

Leica M

Kommen wir nun zu einer ganz anderen Preisklasse. Leica hat auf ihrem sehr großem Stand unter anderem die Leica M ausgestellt. Ich habe mit einem alten 35mm Objektiv fotografiert und muss schon sagen, dass die Kamera derbe Style hat. Das Fokussieren durch den optischen Sucher (ist ja eine Messsucherkamera) funktioniert nach etwas Übung erstaunlich gut, und auch sonst ist die Kamera intuitiv bedienbar und hochwertig verarbeitet. Zur Bildqualität kann ich nicht viel sagen, da ich die Fotos nur auf dem Display kontrollieren konnte. Hierzu kann ich aber den Blog von Paul Ripke empfehlen, der früher mit einer M9 und inzwischen auch mit der aktuellen M fotografiert und tolle Bilder hervorzaubert. Allerdings denke ich, dass man die gleichen Bilder auch mit einer Sony a7s/r machen kann – nur um einen Vergleich zu einer Kamera mit Vollformat-Sensor und einer etwa ähnlichen Kameragröße zu ziehen. Bei der Leica geht es aber mehr um den Style-Faktor, behaupte ich einfach mal. Ihr könnt mir da aber gerne widersprechen. Ich habe mich bisher noch nicht ausführlich mit Leica beschäftigt, einfach auch weil die Kameras für mich finanziell nicht lohnenswert sind. War aber dennoch sehr cool mal mit einer fotografiert zu haben :-).

 

Zeiss

Bleiben wir im höher preisigen Segment und ebenfalls bei einem erfolgreichen Hersteller aus Deutschland: auf dem Stand von Zeiss konnte man mit DSLRs von Canon und Nikon diverse aufgebaute Sets fotografieren. Die Objektive sind absolut top verarbeitet und spielen in der Bildqualität ganz vorne mit. Ich hab mit dem 135mm 2.0 fotografiert und laut Kameradisplay auch bei Offenblende absolut einwandfreie Ergebnisse erzielen können. Das manuelle Fokussieren klappt zwar auch hier verhältnismäßig gut, aber ganz ehrlich – ein Portrait Shooting würde ich damit dann doch nicht so gerne machen wollen. Die Ausschussquote ist einfach viel zu hoch, auch wenn ich im manuellen Fokussieren durch das Filmen geübt bin. Wäre das für euch kein Problem, in der Peoplefotografie mit einem manuellem Zeiss Objektiv zu fotografieren?
Vor allem für die Sony-Nutzer dürfte die weitere Entwicklung von Zeiss sehr interessant sein. Der große Erfolg der a7 Reihe wird jedenfalls den Verkaufszahlen von Zeiss-Objektiven gut getan haben. 

 

Sigma, Samyang, Voigtländer, etc.
 

Bei Sigma auf dem Stand gab es leider weder ein neues 24mm ART, noch ein 85mm ART zu sehen. Allerdings hat man mir durch die Blume mitgeteilt, dass das 24mm nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wenn Qualität und Preis so gut wie beim 35mm und 50mm werden, dann wird sich das wieder prima verkaufen.
Bei Samyang war das neue 12mm 2.8 Fisheye für Vollformat leider nur in einer Vitrine versteckt. Fotografieren durfte man damit nicht. Preislich wird es laut der Auskunft dort bei etwa 500 € liegen. 
Abgesehen davon hat mir die Photokina wieder Hersteller auf den Schirm gebracht, die bei mir längst in Vergessenheit geraten sind. Z.B. Voigtländer, Schneider-Kreuznach und Handevision. Es sind also doch deutlich mehr Player auf dem Markt als man vielleicht so wahrnimmt. Jedenfalls tut sich einiges und Canon hat sogar inzwischen von meinem lieblings Aufsteckblitz- und Funkauslöser-Hersteller Yongnuo dreiste Konkurrenz bekommen.

 

Und ihr so?

Da ich den Blogbeitrag nicht unnötig lang machen möchte und auch wie gesagt bereits ausführlich (mehr unter Film-Aspekten) von der Photokina berichtet habe, möchte ich an dieser Stelle den Blogbeitrag zum Ende bringen. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder könnt auch meine gerne ergänzen. Ich freue mich auf eure Kommentare!


Liebe Grüße inzwischen wieder aus dem schönen Heidelberg,
Fördy 🙂

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